Davidoff Escurio Gran Perfecto

Posted in cigars on July 17th, 2017 by serge
Im Fumior des Travel Charm Ifen Hotel in Hirschegg, Österreich in einem Sessel mit sehr großen Sesselohren vor einem knisternden Kamin sitzend und sich plötzlich extrem böse fühlend genoß ich die Davidoff Escurio im Gran Perfecto Format.
Davidoff Escurio Gran Perfecto
Gran Perfecto – recht ungewöhnliches Format mit ca. 13 cm Länge und 2.4 cm Durchmesser, eher etwas bauchig in der Form. Das Ende hat eine Art Raketenform, bei der man fast einen Zentimeter mit dem Cutter abschneidet. Es nervte immens, dass das Deckblatt sich beim Rauchen immer abwickeln wollte. Klebt halt an der Lippe und wickelt sich ab. Ohne das lose Ende des Deckblatts bei jedem Zug festzuhalten, wäre der Geschmack wohl flöten gegangen.

Davidoff Escurio Gran Perfecto

Guter Zug, eher etwas zu dick für meinen Geschmack. Angenehmer Geruch, schöne Rauchentfaltung. Die Asche steht bei drei Zentimetern immer noch wie eine Eins und möchte unter keinen Umständen die Zigarre verlassen. Zum Ende hin hatte sie leider etwas Schiefbrand. Der Geschmack ist leider nicht meiner, obwohl ich zu dieser Zigarre niemals nein sagen würde. Sie ist für Einsteiger eher ungeeignet, für Kenner und Liebhaber jedoch sind die 1.5 Stunden Entspannung wirklich zu empfehlen.

Motorrad Schuhe – Stylmartin Marshall

Posted in bike on June 24th, 2017 by serge

Bereits mit 17/18 Jahren habe ich mir Biker Boots von Buffalo erstanden. Schwarz. Wildleder. Sogar mit Stahlkappe. Alles in allem super Stiefel. Damals hatte ich keinen Führerschein für Motorräder, war noch nicht mal in Planung. Bei weitem nicht. Ich wollte sie einfach haben. So wie alle meine Schuhe, trage ich auch diese sehr regelmäßig. Na gut, von den 20 Jahren der Stiefel in meinem Besitz trug ich sie wahrscheinlich maximal 10 Jahre lang. Aber immerhin. Und da ich seit zwei Jahren tatsächlich einen Motorradführerschein mein Eigen nenne, haben die Stiefel ein Revival. Hooray.

Seit dem letzten Jahr mit wochenweise 35 bis 38 Grad wurde die Hitze in den Motorrad Stiefeln dermaßen unerträglich, daß ich nur noch mit Brett&Sons Schnürrschuhen gefahren bin. Äußerst unvernünftig, äußerst äußerst unvernünftig. Diese Schuhe sind fürs Büro. Punkt.

Stylmartin Marshall

Bei Lederschuhen mag ich Sohlen aus Leder. Etwas Anderes kommt mir für den Sommer als Unfug vor. Nein, Lederschuhe mit Ledersohle sind nicht selbstverständlich. Sogar Lloyds wechselte auf die preiswerte Variante mit Gummisohlen, um weiterhin marktfähig zu bleiben. Aber ich schweife wieder ab… Beim Motorradfahren ist mir jedoch genau diese Eigenschaft (Ledersohlen) fast zum Verhängnis geworden. Mehrmals bin ich beim Halten an der Ampel ausgerutscht und hätte das Motorrad fast hingelegt.

Stylmartin Marshall

Diesen Sommer hat es mir ebenfalls gereicht. Einerseits zu warm und andererseits kein passenden Schuhe. Ich begab mich zum Harley Händler meines Vertrauens, Bixe Zentralschweiz, und schaute mich dort um. Eigentlich wollte ich wieder Biker Boots, also eher Halbstiefel. Aber die waren mir zu globig. Somit fragte ich die nette Bedienung nach Motorradschuhen für den Sommer. Mir wurden Schuhe von Stylmartin empfohlen. Für folgende habe ich mich entschieden: Stylmartin Marshall.

Ich fahre jetzt seit über einem Monat fast täglich mit diesen Schuhen. Die Schuhe sind klasse. Bequem. Rutschfest. Sehen umwerfend aus. Sind fest. Gehen über die Knöchel, schützen somit. Und man schwitzt nicht wie in Stiefeln. Die Füße werden nur nass, wenn man keine Regenhose an hat (Wasser läuft am Bein entlang in die Schuhe). Ich würde sie definitiv wieder kaufen!

Flor de Selva

Posted in cigars on June 24th, 2017 by serge

Unlängst begab ich mich eines Abends nach der Arbeit zu Manuels und fragte die junge Bedienung, ob sie mir irgend etwas ähnliches, wie die Davidoff Series 702 Special R anbieten könnte. Leicht grübelnd gestand sie, dass es ähnliches eigentlich gar nicht gibt. 

Sie erklärte mir ein paar Zigarren und ich einigte mich darauf eine wunderschöne Zigarre im Robusto Format auszuprobieren – die Flor de Selva. 

Flor de Selva

In der angenehmen Atmosphäre des Fumoirs in Verbindung mit einem Assam Tee und einem netten Buch durfte ich die Zigarre rauchen. Sie empfing mich mit einem angenehmen Geschmack und cremigem Rauchvolumen. Für eine nette und recht entspannte Stunde am Abend sehr zu empfehlen. 

Davidoff 702 Series Special R bei Manuels

Posted in cigars on June 18th, 2017 by serge

Eines Nachmittags entdeckte ich beim Stöbern nach Zigarren bei Manuels eine Anzeige. Sie besagte, daß es eine Verkostung von Zigarren inklusive Tee geben würde. Davidoff Zigarren. Etwas verwundert habe ich @bendy_ch gefragt, ob er mitkommt.

Dort angekommen (ich war bis dato noch nie bei Manuels) empfing mich auf der unteren Etage leichter Geruch gerauchter Zigarren. Rechts wurden Kaffee inklusive Kaffeevollautomaten angepreist, links in einer 3.5 Meter hohen Vitrine eine MENGE an alkoholischen Getränken gefüllt in exotischen Flaschen. Meistens Rum.
In der oberen Etage landeten wir in einem Vorraum. Links der begehbare Humidor, rechts das Fumoir. Im Fumoir entgegnete uns eine Wolke voller Zigarrenrauch. Na gut, kein Wunder. Bei einer Verkostung war jeder Platz besetzt. Und alle fingen zum gleichen Zeitpunkt an zu rauchen.

Pünktlich um sieben wurden die Davidoff Special R verteilt und auch gleich für jeden Gast angezündet. Ein adretter junger Mann, Sam Reuter – verantwortlich für die Entwicklung neuer Zigarren und Blends bei Davidoff – erklärte uns sogleich die Zigarre, die Herkunft, wie sie hergestellt wurde usw.
Damals war ich noch recht neu was Zigarren betrifft. Ich konnte bei Zigarren kaum rechts von links unterscheiden. Die Zigarre war OK, mehr auch nicht. Beim Abreißen des Labels ist ein kleines Stück des Deckblattes abgerissen. Nur 1x1mm. Die Zigarre fing sofort an etwas fies zu schmecken. Wieder etwas über Zigarren gelernt.

Als nächster Tagesordnungspunkt kam der Tee. Assam Tee. Mit großen Augen wunderte ich mich nur über die Mischung von Zigarren und Tee. Sam Reuter erklärte während dessen die Herkunft des Tees und machte Witzchen darüber, daß wir unseren Frauen erzählen könnten ganz gesunden Tee getrunken zu haben usw. In der Tat war ich etwas erstaunt. Tee paßt zu Zigarren.

Davidoff 720 Series Special R
Kurz vor dem Ende der Special R wurden uns die Unterschiede der Davidoff 702 Series Special R näher gebracht. Sie soll 60-70% mehr Aromen haben. Ich war etwas skeptisch und erwartete nur Nuancen. Was hätte ich als Neuling schon herausschmecken können? Jedoch in der Tat, geschmacklich ist das DIE Zigarre! Kombiniert mit der Haptik, dem Zug, der Rauchentwicklung, dem absolut geradem Abbrand ist diese Zigarre für ca. 60 Minuten eines der Erlebnisse. (Vielen Dank an @bendy_ch für das Bild.)

Am Event habe ich die Zigarre nicht fertig geraucht. Zwei Zigarren hintereinander in einem Raum voller rauchender Zigarren war das etwas zu viel. Leicht schwankend und im Kopf beduselt mit einem schönen Eindruck der Special R 702 Series lief ich dann nach Hause.

Später, bei weiteren Gelegenheiten habe ich diese Zigarre geraucht. Das Erlebnis blieb. Das ist eine DER Zigarren! Absolut zu empfehlen. Seit dem suche ich nach vergleichbaren Zigarren, es kommt bis jetzt noch keine an die Special R 702 Series heran.

fitbit charge

Posted in sport on June 5th, 2017 by serge

In 2014 war ich Sekunden davor einen Fitness Tracker Hype Rant zu schreiben. Ok, geschrieben habe ich ihn, jedoch nicht veröffentlicht. Damals hatte ich ein Jawbone UP, das ich letztendlich trotz regelmäßigen sportlichen Aktivitäten aufgrund der wenigen automatisierten Möglichkeiten nur noch als Wecker verwendet habe (vibriert am Handgelenk und weckt meine Frau nicht mitten in der Nacht mit lauten Geräuschen eines normalen Weckers).  Außerdem ist es mir innerhalb von zwei Jahren drei Mal kaputt gegangen und ich habe es letztendlich entnervt weggeschmissen. Ich wollte nie wieder eins.

Nach einer Weile habe ich mich dann doch verleiten lassen. Ich wollte eigentlich nur wissen wie hoch mein Puls den Tag durch so ist. Diesmal wurde es ein fitbit Charge.

fitbit Charge

Was mir besonders gefiel, war die Idee, daß mein Puls gemessen wird. Dann weiß ich wenigstens, daß wenn ich sage “ich hab’ Puls!”, er tatsächlich hoch ist.
Nebenbei “weiß” die App wie lange man geschlafen hat. Ist ja auch logisch, denn wenn der Puls deutlich fällt und man sich nicht mehr bewegt, schläft man meistens. (Oder ist in Ohnmacht gefallen oder meditiert oder oder oder, aber das sind Ausnahmeerscheinungen und die zählen nicht.)
Aufgrund des Pulses und der Dauer des höheren Pulses extrapoliert die fitbit App, ob man tatsächlich Sport getrieben hat. Könnte ja eigentlich auch ein stressiges Meeting gewesen sein, das kann das Ding jedoch nicht wissen. Außerdem schätze ich, daß das nicht so häufig vorkommt, denn die meisten Meetings sind sterbenslangweilig. Aber ich schweife ab…

Neben dem Puls mißt es die Schritte, die erklommenen Etagen und die verbrannten Kalorien. Das mit den Schritten ist recht amüsant, denn wenn man Motorrad fährt, zählt das Ding ebenfalls mit. Liegt wohl an der starken Vibration des Forty-Eight. Und das mit den erklommenen Etagen ist mir recht schleierhaft. Worauf basiert die Berechnungsgrundlage? Dauer der Schritte plus steigender Puls? Sehr merkwürdig.

Zusätzlich zu dem Genannten gibt es die Funktion des stummen Alarms, also Wecker. Das ist recht praktisch. Das Handgelenk vibriert und weckt Dich. Der Ehepartner wird nicht geweckt.
Außerdem vibriert das Handgelenk, wenn man angerufen wird. Ebenfalls praktisch, vor allem nachts wenn das Telefon stumm gestellt ist und man trotzdem erreichbar sein will (ja, man kann diese Funktion abstellen).

Obwohl das fitbit eher für Ausdauersportler gemacht ist (ich bin eher der Kraftsportler und hasse Ausdauersport), hat es recht nette Eigenschaften. Vor allem Pulsaufzeichnung und die tatsächliche Schlafdauer (erschreckend wie wenig Schlaf man sich gönnt) sind für jeden Sportler wichtig!

Montecristo Nr. 4 – Nachtrag

Posted in cigars on June 3rd, 2017 by serge

Hier ein Nachtrag zu den Montecristo Nr. 4 vom Denner.

In der Zwischenzeit hatte ich weitere dieser Zigarren. Immer schön gelagert in meinem Adorini Humidor (danke an Florian) bei 70% Luftfeuchtigkeit.

Glücklicherweise waren sie nicht mehr so extrem dicht gepackt wie die erste Zigarre. Der Geschmack war bei jeder Zigarre recht interessant. Ein bisschen wie beim ägyptischen Bier Stella. Die Ägypter sagen dazu: “Eine Kiste mit 12 verschiedenen Geschmacksrichtungen”. Jede Zigarre schmeckte deutlich anders als die andere. Recht amüsant. War auf jeden Fall in Ordnung. Nichts Besonderes, jedoch in Ordnung.

Montecristo Nr. 4

Seltsam fand ich bei so ziemlich jeder Zigarre, dass sie ab irgend einem Zeitpunkt einen extremen Schiefbrand hatten. Und diesen Schiefbrand konnten sie definitiv nicht ausgleichen. Sehr schade eigentlich, denn es nervt schon etwas …

Fazit: Jep, auch bei Denner kann man Zigarren kaufen. Ist ein wenig Glückspiel, man hat anschliessend etwas Aufwand bei Lagerung und man weiss nicht wie die Zigarren anschliessen schmecken würden, man kann es jedoch machen.

Montecristo Nr. 4 vom Denner

Posted in cigars on May 25th, 2017 by serge

Ja, richtig gelesen. Montecristo Nr. 4 gibt es im Denner und im Moment in Aktion. Sie habe sogar einen Humidor, in dem die Ware gelagert wird – oder sie nennen das zumindest so. Die Zigarren liefen in einem befeuchteten Glaskasten hinter/neben der Kasse.

Ich bekundete der jungen Dame hinter der Kasse mein Interesse an der 25er Kiste Montecristo Nr. 4, welche sie mir prompt überreichte. Etwas verwundert kam ich nicht umhin feststellen zu müssen, daß jede Zigarrenkiste bereits geöffnet wurde. Alle Siegel waren aufgeschnitten.

Schulterzuckend warf ich einen Blick in die Kiste. Alle Zigarren waren verschimmelt. Wie unschön. Die Dame hinter der Kasse brachte nur noch ein “bäh” heraus. Ich nahm eine andere Kiste, warf ebenfalls einen Blick hinein und war erleichtert. Alles in Ordnung.

Montecristo Nr. 4

Nach über einer Woche in meinem Humidor habe ich mir eine angezündet. Was sofort beim ersten Zug auffällt: die Zigarre ist recht kompakt. Man muß schon ordentlich ziehen, um etwas herauszubekommen. Und ich meine damit ordentlich. Ich war etwas überrascht.

Ehrlicherweise weiß ich nicht was ich von der Zigarre halten soll. Weiss nicht, ob die Beschaffenheit aufgrund der Lagerung entstanden ist oder weil die Zigarren wirklich so sind. Rauchtentwicklung war so lala, ausgegangen ist sie mir mehrmals. Also irgendwie … Ich werde mir wohl später mir einen richtigen Eindruck machen müssen.

Montecristo A

Posted in cigars on May 22nd, 2017 by serge

Extrem lange Zigarre. Wirklich extrem. Sieht schon fast lächerlich lang in der Hand aus. Und nein, meine Hände sind nicht klein, ich habe recht große Hände – sehe ich regelmäßig an den riesigen Handschuhen, die ich hin und wieder kaufen muß. Fand ich lustig, war von mir durchaus so gewollt, man hat einfach den l… err … die längere Zigarre 😉

Montecristo A
Die schiere Länge von 23cm hat jedoch ihren Preis (nebenbei auch finanziell). Das Rauchverhalten ist super, kein Schiefbrand. Und wenn etwas Schiefbrand, dann gleicht er sich in kürzester Zeit wieder aus.

Der Preis der Länge ist nicht, daß man wie wahnsinnig daran ziehen muß – der Zug ist recht angenehm. Die Zigarre ist mir drei Mal ausgegangen. Ist ja kein Drama, passiert ist es trotzdem.

Der Geschmack ist eben der Geschmack. Da kann man nichts dazu sagen, muß jeder selbst probieren. Für mich absolut OK.

Auf jeden Fall eine Tolle Zigarre mit unglaublichen 2.5 Stunden Vergnügen. Mit einem guten Buch, einer Tasse Tee oder einem Bier oder was einem eher beliebt sehr zu empfehlen.

Berg/Prophet Problem

Posted in serge in danger, sinnfrei on October 27th, 2013 by serge

Bin mir im Moment nicht sicher wie es in der normalen Welt funktioniert, jedoch in meiner ist es meistens so: A kontaktiert B, also möchte A etwas von B und versucht jegliche Umstände so angenehm wie möglich zu gestalten, damit dann B dieses etwas auch annimmt. Wenn jedoch A in Kontakt tritt und anschließend Forderungen stellt, hat er meiner Meinung ganz klar das Berg/Prophet Problem nicht verstanden. Wer möchte da nochmal etwas von wem?

Schlechte Kommunikation

Manche Headhunter sind echt unglaublich. Deren Sekretärin (oder wie auch immer die Anlock-, Anwerb-, “nach eventuell passendem Kandidat Such”-Damen genannt werden) ruft an, schickt mehrere Stellenvorschläge, läßt ein paar notwendige Fragen beantworten, fragt anschließend ob die vorgeschlagenen Jobs interessant wären, gibt dabei keinen Firmennamen preis und verweist auf ihren Vorgesetzten, zu dem man gefälligst zu einem Vorstellungsgespräch nach Timbuktu fahren muß, für den man einen Fragebogen – zum Teil bestehend aus den gleichen von ihr gestellten Fragen, jedoch größtenteils gleichend einem leeren Blatt Papier – ausfüllen muß und der Dir laut deren AGB nur auf Anfrage sagen wird, ob der mögliche neue Arbeitgeber sich dann doch nicht für Dich entschieden hat. Jetzt mal im Ernst: geht’s noch? Das ist die schlechteste Kommunikation, die ich mit jemandem hatte, bevor sie tatsächlich stattfand.

Schön ist, daß wenn man sich zu B’s Bedingungen – also nicht A’s, des Headhunters – auf einTelefonat zu einer festgesetzten Uhrzeit geeinigt hat, muß tatsächlich der Kontaktierte – also B – den Headhunter anrufen. Ja, es ist eine Kleinigkeit, jedoch geht es in die selbe Berg/Prophet Richtung. Wer möchte etwas von wem?

Kein Interesse

Befindet man sich dann endlich in der Telefonkonferenz und der Headhunter weiß dann auch endlich, daß man zusammen einen Termin hat (ist womöglich von seiner Sekretärin ohne Rücksprache eingetragen worden – zeigt jedoch klar, daß man seinen Kalender nicht im Griff hat) und er endlich alle Unterlagen herausgekramt hat, ist es recht interessant anhand der Stimmlage deutlich zu fühlen wie sein Interesse mit jeder Frage sinkt und er gereizt reagiert, wenn man ihn bittet seine Frage – fachspezifischer, in meinem Fall technischer Natur – zu spezifizieren. Man hört deutlich heraus, daß er aufgrund der Folgefragen entweder keine Erfahrung in dem Fach hat, in dem er eine Stelle vermitteln möchte, oder schlichtweg den Lebenslauf maximal überflogen und nicht durchgearbeitet hat. Unglaublich!

Und wenn wir schon bei “unglaublich” und “Headhunter” sind: wie kann denn das sein, daß man sich tagelang nicht meldet? Ich verstehe schon, daß man verkaufen möchte und fast jeden Job andrehen möchte, aber nicht melden? Wegen Reichtum geschlossen? Warum muß ich nachfragen, bekomme ich etwas bei Vertragsabschluß zwei bis sechs Monatsgehälter für effektiv maximal 16 Stunden Arbeit?

Sinnfreies verkaufen

Moment, war gelogen, jeden Job andrehen verstehe ich doch nicht – dabei schweife ich vom Berg/Prophet Thema ab. Ok, man steht unter dem Druck etwas zu verkaufen. Aber wieso denn nahezu jeden Job, der nur irgendwie in die gewünschte Richtung gehen könnte? Würde ein Leiter einer Einzelhandelskettenzweigstelle jemals eine Stelle als Kassierer annehmen, weil der gemeinsame Nenner beider Stellen der Einzelhandel ist? Glaube kaum! Warum sollte ein studierter Informatiker mit 7 Jahren Berufserfahrung, Weisungsbefugnis, Projekterfahrung, Fähigkeiten mehrere Teams zu koordinieren und umfangreichen Wissen im System Engineering irgendwelche Festplatten in irgend welchen Serverräumen tagein tagaus tauschen wollen?

Mach’ es selbst

Bei Headhuntern ist es wie bei jedem Mitarbeiter in jedem Beruf. Es kommt auf den einzelnen Menschen an, mit dem man zu tun hat. Jeder hat seine Defizite. Der eine mehr, der andere weniger. Alle wollen verkaufen, fast alle nicht das, was man sich wünscht. Wenn etwas richtig gemacht werden soll, macht man es dann doch lieber selbst.

Kommunikationsprofi

Posted in serge in danger on October 11th, 2013 by serge

Eine kleine Geschichte resultierend aus vielen Gesprächen mit Mitarbeitern, deren Vorgesetzten und deren Vorgesetzten und dem HR.

Ein Profi.
Was ist ein Profi? Sicherlich jemand, der bereits ein reichhaltiges Sammelsurium an ungewöhnlichen und kniffligen Situationen hinter sich hat. Er hat jahrelange Erfahrung in seinem Tätigkeitsfeld. Er hat viele Situationen erlebt und sich für jede eine spezielle Taktik zur deren Bewältigung erarbeitet. Er kann sich auf seine Arbeit verlassen, denn sie hat ihn Muster aus den durchlebten Situationen erkennen lassen. Muster, die man sehr einfach auf nahezu jede neue Situation anwenden kann. Aufgrund dessen ist ihm selten etwas fremd. Und wenn doch, weiß er sich schnell in die Situation einzufinden und sie durch seine Erfahrung zu lösen.

Damit sein Wissen nicht einfach so verloren geht und damit der nächste, sein Nachfolger, vielleicht auch sein Arbeitspartner oder einfach sein Gegenüber nicht das Rad neu erfinden und dadurch in den durch den Profi bereits selbst durchlebten bzw. gelösten Situationen die selben Fehler machen muß, gibt er bereitwillig seinen Erfahrungsschatz gerne weiter. Der Erfahrene gibt weiter an den Unerfahrenen, somit profitieren beide und schaffen eine konstruktive und auf Dauer effiziente Atmosphäre.

Ein Profi – Kommunikation
Da wir jetzt wissen was ein Profi im Allgemeinen ist, können wir davon wunderbar den Kommunikationsprofi ableiten. Es ist jemand, der, wie der Ausdruck bereits aussagt, in der Regel viel kommuniziert. Er kommuniziert mit Worten, Gestik, Mimik, Gesten, Taten. Er achtet auf das Selbe beim Kommunikationspartner, denn mit jedem neuen Partner lernt er dazu und lernt Kommunikationsmuster. Was sagt er, welchen Gesichtsausdruck hat er, was vermittelt er mit seiner Körpersprache. Der Profi weiß es einzuschätzen, damit umzugehen, es für sich zu nutzen, notfalls im Fehlerfall durch seine Erfahrung sachlich aufzuklären.

Was ist jedoch, wenn dieser Profi im Fehlerfall – einer Lappalie des Gegenübers plötzlich die Fassung verliert? Wenn er plötzlich mit gehobener Stimme und ruppiger Aussprache Fehler korrigiert? Ist das überhaupt noch ein Profi? Und wenn man ihn weiterhin als Profi präsentiert, worauf läßt es schließen? Ist das die gängige Methode in dem Umfeld, aus dem er herkommt? Möchte man mit dem Profi überhaupt weiter kommunizieren? Möchte man das Umfeld, aus dem der Profi herkommt? Eher nicht.

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