1291 Edelweiss

Posted in cigars on July 4th, 2018 by serge

Also das ist ja mal eine lustige Geschichte. Gekauft hätte ich mir diese Zigarre eigentlich nie. Ist eine Zigarre aus der Schweiz. Nun, Schweizer sind für Zigarren nicht wirklich bekannt. Deren Marketing sagt folgendes:

“Sie spüren die frische Bergluft in ihrem Gesicht, dabei strömt Ihnen ein Duft von sahniger Alpenmilch durch die Nase. Zum Auftakt entdecken Sie wohlwollend riechendes frisches Leder. Karamellköpfli und schöne erdige Noten gesellen sich im weiteren Rauchverlauf hinzu. 1291 Edelweiss Premium – Der Zigarrengenuss für Herr und Frau Schweizer.”

Der Zigarrenhändler meines Vertrauens (zigarren-online.ch) schickte am 22.06.2018 eine e-Mail mit der sinngemässen Nachricht: “Wenn die Schweiz heute bei der WM gewinnt, erhältst Du bei einer Bestellung eine Zigarre von 1291 Edelweiss dazu.” Da ich eh meinen Zigarrenvorrat auffüllen wollte, kam mir diese e-Mail gelegen. Und siehe da, die Schweiz hat in der Vorrunde gegen Serbien mit 2:1 gewonnen. Yeah, ich habe eine Zigarre von 1291 Edelweiss dazubekommen!

1291 Edelweiss

 

Kommen wir zur Zigarre selbst.

Sie ist im Toro Format mit einer Länge von 152mm und einem 52er Ringmass. Hervorragende Verarbeitung. Witziges kleines Detail: die Edelweiß Blüte ist ein dunkleres Deckblatt aufgeklebt auf das Deckblatt der Zigarre. Verwendeter Tabak ist aus der Dominikanische Republik, Nicaragua und Ecuador. Man sagt der Rohtabak wird fünf Jahre lang gelagert, die Zigarre reift für sechs Monate nach der Herstellung. Was immer das aussagt bzw. welchen Geschmack auch immer dieses Aging der Zigarre verleiht.

1291 Edelweiss

 

Naja, der Anfang der Zigarre war recht vielversprechend. Hervorragender Geschmack, viel Caramell. Wirklich lecker.. Allerdings nur das erste Viertel. Anschliessend kippt der Geschmack. Leder, sehr viel Leder, wirklich sehr viel Leder. Der Zug an der Zigarre wurde deutlich stärker im Vergleich zum Anfang der Zigarre. So als ob sie etwas verstopft wäre. Die Rauchentfaltung war jederzeit hervorragend. Schiefbrand existierte nicht. Aber der Geschmack …

Fazit: wieder eine Zigarre für “Kenner”. Meins ist es leider nicht.

Caldwell Blind Man’s Bluff Robusto

Posted in cigars on June 5th, 2018 by serge

Die Caldwell Blind Man’s Bluff ist eine so genannte Boutique Zigarre und wurde von Robert Caldwell entworfen. Was auch immer Boutique Zigarre heissen mag… Auf jeden Fall ist sie im Robusto Format. Hervorragend verarbeitet mit einer sehr schön verarbeiteten Bauchbinde. Schaut mal:

Caldwell Blind Man's Bluff Bauchbinde

Zur Zigarre selbst: angenehm luftig beim Zug, eine sehr gute Rauchentfaltung, kaum Schiefbrand. Vom Geschmack her sollte man Zedernholz, Brot und süsse Würze erkennen können, aber was verstehe ich schon davon. Es ist ein wenig wie beim Jürgen von der Lippe mit dem Weingeschmack: “Plörre oder Lecker”. Hier ist es definitiv keine “Plörre”.

Von der Stärke eher im mittleren Segment anzusiedeln. Sie haut einen auf jeden Fall nicht um, wenn man daran zieht. Das Deckblatt ist aus Ecuador, das Criollo Umblatt aus Honduras, die Einlage aus der Dominikanischen Republik sowie Honduras. Wilder Mix von vielen Tabaken.

Caldwell Blind Man's Bluff

Persönlich würde ich sagen: Jep, keine Zigarre aus Kuba. Aber wen interessiert das schon? Wer Kubanischen Lifestyle rauchen will, soll Cohiba Behike für den 8-fachen Preis rauchen. Für alle anderen diese hier recht angenehm für einen entspannten Nachmittag.

 

AVO Improvisation Limited Edition 2017

Posted in cigars on May 20th, 2018 by serge

AVO, eine Marke der Davidoff Gruppe. Da ich Davidoff mag, kann eine AVO Zigarre nicht schlecht sein. Gedacht, gekauft, geraucht.

Recht dicke Zigarre im Perfecto Format, 60er Ringmass mit einer Länge von 15.2cm. Eine bunte Mischung aus Nicaragua, der Dominikanischen Republik (beide in der Einlage), aus Ecuador (das Deckblatt) und wieder der Dominikanischen Republik (dem Umblatt). Boxpressed. Sieht ulkig aus. Sieht auch recht ulkig aus, wenn man sie beim Rauchen in der Hand hält. Ungewöhnlich. Die Form ist meiner bescheidenen Meinung nach jedoch irrelevant für die Geschmacksentfaltung.

Beim Anschneiden hätte ich lieber einen Stecher nutzen sollen. Nicht wegen der Dicke. Beim ersten Zug merkte ich, dass der Zug so extrem leicht ist, so dass verblüfft mehrfach ziehen musste.

AVO Improvisation Limited Edition 2017

Wie dem aus sei. Gleich nach dem ersten Zug hatte ich ständig Teile des Umblattes und der Einlage im Mund. Das Zog sich die ganze Zeit durch. Ständig irgend etwas im Mund. Verarbeitung der Zigarre ist trotzdem gut. Ohne nennenswerten Schiefbrand (ja, ich musste zwei Mal nachregeln) konnte ich die Zigarre geniessen.

Trotz des luftigen Durchzugs war die Zigarre geschmacklich recht gut. Sehr kremig. Wunderschöne Rauchentfaltung.

Zum Schluss hin (letztes Viertel) wurde die Zigarre recht warm, das Umblatt platzte. Ist wohl der Länge und der Dicke der Zigarre geschuldet. Ab dann … nun ja, wenn das Umblatt platzt, geht der Geschmack flöten. Nichtsdestotrotz kann ich jedem Zigarrenliebhaber diese Zigarre empfehlen, der den Zug recht luftig mag.

Joya de Nicaragua Cuatro Cinco Edicion Limitada Suiza 2017

Posted in cigars on April 29th, 2018 by serge

Die Marke Joya de Nicaragua sagt mir eigentlich nichts. Ich habe sie nur gekauft, weil es eine Edicion Limitada Suiza 2017 ist. Und wenn es schon eine limitierte Edition extra für die Schweiz ist, war sie es wert gekauft zu werden! Marketing Opfer…

Die Zigarre wird im Puroa Format hergestellt, ist 15.4 cm lang und hat das 54er Ringmass. Wie man sieht, hat sie eine schön dunkelbraune Farbe. Hergestellt aus 100% Nicaragua Tabak. Interessanterweise hat die Zigarre zwei Bauchbinden, eine breite helle Bauchbinde und eine schwarze oben drauf. Ok, am Ende der Zigarre ebenfalls eine, sie weist auf die für die Schweiz limitierte Edition (auf dem Bild nicht mehr zu sehen). Nur 500 Kistchen wurden produziert, alle nummeriert – ideal für Sammler.

Joya de Nicaragua Cuatro Cinco Edicion Limitada Suiza 2017

Als ich die Zigarre anschnitt, ist mir das Ende prompt entgegengefallen. Sehr trocken. Ich rollte sie kurz zwischen den Fingern und sie knisterte. Sehr seltsam. Mehrere Wochen Lagerung hat da wohl nicht ausgereicht. War zum Glück nur das Kopfende.

Gleich vom ersten Zug schmeckte sie mir. Sehr angenehmer Geruch und Geschmack. Süßlich, cremig, mittelstark, angenehm.

Nach dem ersten Drittel musste ich immer wieder dem Schiefbrand entgegenregeln. Unter der Bauchbinde war sie deutlich trockener, ist sogar ein wenig eingerissen. Die Feuchtigkeit kam wohl nicht wirklich unter der doppelten Bauchbinde an. Das tat dem Geschmack jedoch nichts. Trotzdem schmeckte sie mir.

Fazit ist: definitiv empfehlenswert! Das nächste Mal jedoch sehr viel länger lagern.

Rocky Patell Fifty-Five

Posted in cigars on October 2nd, 2017 by serge

Also diese Zigarre genoß ich leider gar nicht. Recht schade eigentlich. Ich habe bereits ein wunderschönes Feuerzeug von Rocky Patell. Dachte mir “wieso nicht auch Zigarren probieren – what could possibly go wrong…”.

Rocky Patell Fifty-Five

 

Die Zigarre ist im Toro Format. Gut gelagert. Ließ sich problemfrei anzünden, gab einen angenehmen Zug, gute Rauchentfaltung. Der Geschmack war am Anfang eher einer durchschnittlichen Zigarre, nichts besonderes. Zur Mitte hin wurde sie immer schärfer und bitterer. Bis ich bei der Hälfte absolut aufgegeben habe und sie ausbrennen ließ.

Laut Beschreibung soll die Zigarre recht komplex sein. Jedoch verstehe ich die Zigarre wohl einfach nicht. Es sah ja alles recht vielversprechend aus. Ist wohl einfach nicht mein Geschmack. Schade.

Montecristo A – Nachtrag

Posted in cigars on September 24th, 2017 by serge

Meine erste Montecristo A hatte ich Ende Mai (Montecristo A). Inzwischen rauchte ich die zweite und letzte sich in meinem Besitz befindende Zigarre dieser Art.

Montecristo A

Ja, ich weiß wie das Bild aussieht. Ein Ex-Arbeitskollege sagte mir, daß es wie Schnorcheln aussieht. Und er hat Recht. Es ragen immerhin 23cm in die Luft.

Der Geschmack ist der typische Montecristo Geschmack. Mehr und mehr entwickle ich mich jedoch weg von dieser Marke. Der Geschmack ist schon OK, jedoch irgendwie … mir fehlt da irgend etwas.

Die Rauchdauer war ähnlich dem letzten Mal ganze zweieinhalb Stunden. Diesmal achtete ich jedoch penibel darauf nicht zu lange bis zum nächsten Zug zu warten. Ich wollte ja nicht, daß sie wieder ausgeht. Auch diesmal ist es passiert. Ja nun, ist wohl der Länge geschuldet.

Wer den Geschmack der Montecristo Zigarren absolut gern hat und sich die wahnsinnig lange Zeit nehmen kann, dem kann ich die Zigarre definitiv empfehlen. Für mich bleibt das vorerst die letzte dieser Art.

Total Flame Bobber Super Robusto

Posted in cigars on September 18th, 2017 by serge

Vor ein paar Tagen erhielt ich den Newsletter von Zigarren Online. Eine der vorgestellten Zigarren wurde von zwei Russen hergestellt und vertrieben – Total Flame. Moment, was? Russen verkaufen Zigarren? What?!? That was the catch phrase. Da hatten sie mich. Prompt bestellte ich mir den Sampler mit vier Zigarren der Bright Line. Erst anschließend las ich ein wenig über Total Flame.

Zwei Russen trafen sich zufällig in Moskau. Sie verband die Vorliebe für Motorräder und Zigarren. (Hey, kenne ich irgendwoher.) Kurz darauf beschlossen sie durch den Südamerikanischen Raum zu reisen und nach Herstellern von Zigarren nach ihrem Geschmack zu suchen. Sie wurden fündig und haben die erste Zeit die Zigarren nur auf dem Russischen Markt angeboten. Inzwischen expandieren sie in die ganze Welt.

Am Samstag Nachmittag entschied ich mich für die Bobber. Eine Zigarre im Super Robusto Format mit 12.9cm Länge und ganzen 2.8cm Durchmesser! Das ist ein 60er Ringmass. Von der Haptik hervorragend! Der Anschnitt sollte definitiv nicht durch einen Cutter erfolgen. Aufgrund der Dicke ist das kaum möglich. Ein Bohrer wäre hier die richtige Wahl.

Obwohl die Zigarre ein Connecticut Umblatt hat, gefiel sie mir von Anfang an. Ausgezeichnetes Rauchvolumen, guter Geschmack. Lässt sich gut ziehen. Kaum Schiefbrand. Interessanterweise kommt ab der Hälfte schlagartig und recht deutlich der Geschmack des Connecticut Umblatts zum Vorschein. Ich war recht überrascht, jedoch nicht unangenehm. Normalerweise raucht man Zigarren nicht bis zum Schluss, ich konnte jedoch nicht anders und liess nur einen Stumpen von ca. 2-3cm im Ascher zum Abbrennen übrig. Diese Zigarre kann ich definitiv jedem empfehlen!

Davidoff Winston Churchill The Late Hour

Posted in cigars on September 9th, 2017 by serge

Es ist mal wieder unter der Woche und Manuel’s hat zu einer weiteren Verkostung von Zigarren eingeladen.
Es wurde eine Zigarre neu geschaffen, die den Abend mit einem Glas Whisky ausklingen lassen soll. Es handelt sich um eine weitere Version der Davidoff Winston Churchill – The Late Hour. Laut Beschreibung wurde der Tabak sechs monate lang in Whisky Fässern gereift bevor er zu Zigarren gerollt wurde.

 

Davidoff Winston Churchill The Late Hour

 

Zur Auswahl standen die Formate Robusto, Toro und Churchill. Ich entschied mich für die Zigarre im Toro Format. Das Deckblatt stammt aus Ecuador und hat eine schöne dunkelbraune Farbe. Das Umblatt stammt aus Mexiko und die beiden Einlageblätter aus Nicaragua und der Dominikanischen Republik.

Voller Erwartung zündete ich mir die Zigarre an und zog daran in der Hoffnung, die geschmackliche Komplexität erfahren zu können. Die Zigarre ist gut, ganz ohne Zweifel. Lässt sich gut ziehen, schmeckt, man muss nicht nachregeln, schönes Rauchbouquet, aber … Nun ja, es ist wohl wie vor Jahren mit den beiden Flaschen Amon Ra von Ben Glaetzer, einem Shiraz von 2009. Die erste trank ich aus Neugier und verstand nichts davon. Die zweite jedoch erst als ich nach mehreren Jahren mehr vom Wein verstand. So muss ich wohl auch an dieser Stelle jahrelang bewusst Zigarren rauchen, um die Komplexität der Winston Churchill The Late Hour zu verstehen.

Cohiba Maduro 5 Genios

Posted in cigars on September 3rd, 2017 by serge

Schon länger lachte mich die Marke Cohiba an. Sie ist in aller Munde. Da es die Behike im Moment aufgrund von Ernteausfällen nirgends gibt, kam ich auf die Maduro. Ähnliches Format mit einem Ringmaß von 52 (ca 2cm Durchmesser).

Cohiba Maduro 5

Ich mag ja eher dickere Zigarren mit einer gewissen Länge. Die Marudo 5 im Genios Format ist 14cm lang mit dem erwähnten 52er Ringmass. Somit gefiel mir schon mal die Haptik. Sie hatte ein schönes Rauchvolumen, ließ sich gut ziehen, eigentlich ganz in Ordnung. Keiner bis kaum Schiefbrand. Mußte nicht nachregeln. Wie gesagt, ganz ok.

Was mich jedoch zwei Mal absolut überraschte war die Asche. Zwei Mal bei ca. 2.5cm Abbrand fiel mir die Asche ohne jegliche Vorwarnung in den Schoß. Beim ersten Mal habe ich auf keine Anzeichen geachtet, daß da etwas abfallen könnte. Beim zweiten Mal achtete ich jedoch schon. Absolut ohne jegliche Vorwarnung zerbröselte sie und fiel von der Zigarre. Hoffe mal nicht, daß das normal ist.

Und irgendwie … obwohl die Cohiba Zigarren überall in meinem Umfeld und sogar in den Filmen (zuletzt bei Iron Man) so hochgelobt werden, verstehe ich den Hype nicht ganz. Besonders gut geschmeckt hat sie mir nicht. War halt irgendwie Durchschnitt. Habe mit @bendy_ch mal darüber gesprochen. Er riet mir dazu die Cohiba Zigarren altern zu lassen. Erst dann würden sie ihr Geschmacksbouket entfalten. Ich denke das sollte ich mal versuchen.

Alec Bradley Prensado Double Toro

Posted in cigars on August 31st, 2017 by serge

Ich habe zwar öfter die Marke Alec Bradley hier und da gesehen, hatte jedoch keinen Bezug zur Marke und hatte somit schulterzuckend Abstand gehalten. Gibt ja so unendlich viele Zigarren… Da lief mir eine Werbung von einem Fresh Pack von Alec Bradley über den Weg mit einem unschlagbaren Preis.

Dieses Fresh Pack ist schon eine interessante Sache. Es sind vier Zigarren im Toro Format in einem Plastik-Beutel verpackt. Erst dachte ich mir nichts dabei, Luftfeuchtigkeit wäre wahrscheinlich nur durch die Plastik-Verpackung gegeben. Dem ist jedoch nicht so. Der Beutel wird luftdicht verpackt, kann geöffnet und wieder luftdicht verpackt werden. Innerhalb des Beutels befindet sich eine zweite Lage mit feucht haltendem Material. So einen Plastik-Beutel mit sich zu führen hat selbstverständlich keinen Stil, interessant ist es trotzdem.

Alec Bradley Prensado Double Toro

 

An einem wunderschönen Nachmittag erinnerte ich mich an das Fresh Pack und entnahm eine Prensado von Alec Bradley im Double Toro Format. Die Zigarre ist aufgrund des Formats lang und dick, knapp über 15cm mit einem 62er Ringmaß. Sehr gute Verarbeitung. Ein Novum für mich ist die Box Pressed Form. Die Zigarre ist nicht klassisch rund, sondern viereckig. Sieht zwar recht interessant aus, hat meiner Meinung jedoch keine Funktion im Bezug auf Abbrand, Rauchentfaltung und/oder Geschmack.

Die Rauchentfaltung der Zigarre über die Dauer von ca. zwei Stunden war recht gut, kaum Schiefbrand. Die Zigarre ist eher stärker, also eigentlich fast zu stark für mich. Der Geschmack ist demnach eher Geschmackssache. Zum letzten Drittel wurde die Zigarre recht warm und kühlte nicht mehr ab ohne fast auszugehen. Etwas seltsam. Empfehlen würde ich sie dennoch!

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